AGB für Online-Shops: Was sie enthalten müssen

AGB für Online-Shops: Der vollständige Leitfaden für 2026
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gehören zu den wichtigsten rechtlichen Dokumenten jedes Online-Shops. Sie definieren nicht nur die Spielregeln zwischen Verkäufer und Käufer – ihre ordnungsgemäße Ausgestaltung ist auch eine gesetzliche Pflicht. Unvollständige oder fehlerhafte AGB können zu Bußgeldern durch die Tschechische Handelsinspektionsbehörde, verlorenen Rechtsstreitigkeiten und dem Verlust des Kundenvertrauens führen.
In diesem Artikel erfahren Sie alles darüber, was AGB für Online-Shops enthalten müssen, welche Rechtsvorschriften aktuell gelten, worauf Sie achten sollten und welche häufigen Fehler Sie vermeiden können.
Warum AGB so wichtig sind
AGB erfüllen gleich mehrere wesentliche Funktionen:
- Rechtlicher Schutz des Verkäufers – sie definieren klar die Regeln, auf die Sie sich im Streitfall berufen können
- Informationspflicht – das Gesetz verlangt, dass Sie dem Verbraucher eine Reihe von Informationen noch vor Vertragsschluss bereitstellen
- Vertrauensaufbau – transparente und verständliche Bedingungen stärken die Glaubwürdigkeit des Online-Shops
- Streitvermeidung – klare Regeln minimieren Missverständnisse und Konflikte mit Kunden
- Konformität mit EU-Recht – die Bedingungen müssen den EU-Verbraucherschutzrichtlinien entsprechen
Gesetzlicher Rahmen der AGB
Die AGB eines Online-Shops müssen insbesondere mit folgenden Vorschriften in Einklang stehen:
- Bürgerliches Gesetzbuch (Gesetz Nr. 89/2012 Slg.) – insbesondere § 1810 ff. (Verbraucherverträge) und § 1820 (Fernabsatzverträge)
- Verbraucherschutzgesetz (Gesetz Nr. 634/1992 Slg.)
- DSGVO (EU-Verordnung 2016/679) und Gesetz Nr. 110/2019 Slg. über die Verarbeitung personenbezogener Daten
- Gesetz Nr. 480/2004 Slg. über bestimmte Dienste der Informationsgesellschaft
Was AGB für Online-Shops enthalten müssen
Das Gesetz schreibt eine Vielzahl von Informationen vor, die Sie dem Verbraucher vor Vertragsschluss bereitstellen müssen. Es empfiehlt sich, den Großteil davon direkt in den AGB zu verankern.
1. Identifikationsdaten des Verkäufers
Die Grundlage bildet eine vollständige Identifikation des Shop-Betreibers:
- Firmenname oder Vor- und Nachname (bei OSVČ / Einzelunternehmer)
- Sitz oder Geschäftsadresse
- Identifikationsnummer (IČ)
- Steuernummer (DIČ), sofern Sie umsatzsteuerpflichtig sind
- Handelsregistereintrag (sofern es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt)
- Kontaktdaten (Telefon, E-Mail)
- Adresse der Betriebsstätte, falls abweichend vom Sitz
Pflichtangaben auf der Website
Neben den AGB müssen die Identifikationsdaten des Verkäufers auch auf der Website des Online-Shops leicht zugänglich sein (üblicherweise in der Fußzeile oder im Bereich „Über uns" / „Kontakt"). Diese Pflicht ergibt sich aus dem Gesetz über bestimmte Dienste der Informationsgesellschaft.
2. Beschreibung von Waren und Dienstleistungen
Die AGB sollten allgemeine Regelungen zu den angebotenen Waren enthalten:
- Wie Waren beschrieben werden (wesentliche Eigenschaften)
- Wie Preise ausgewiesen werden (mit / ohne MwSt.)
- Informationen zur Verfügbarkeit und etwaigen Einschränkungen
- Regelungen für digitale Inhalte und Dienste (sofern angeboten)
3. Preise und Zahlungsbedingungen
Einer der wichtigsten Punkte ist die transparente Information über Preise und Zahlungsarten:
- Endpreis inklusive MwSt. – der Preis muss alle Steuern und Gebühren umfassen
- Versandkosten – müssen vorab angegeben werden, bevor der Kunde die Bestellung abschließt
- Zahlungsmethoden – Auflistung der akzeptierten Zahlungsarten (Karte, Überweisung, Nachnahme, Online-Zahlung)
- Etwaige Zusatzkosten – Nachnahmegebühren, Verpackungskosten, Versicherungskosten
- Währung – in welcher Währung die Preise angegeben sind
Verbot versteckter Gebühren
Seit der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist es verboten, dem Kunden Kosten in Rechnung zu stellen, über die er vor Vertragsschluss nicht informiert wurde. Wurde der Kunde nicht über zusätzliche Kosten informiert, ist er nicht verpflichtet, diese zu bezahlen. Dies wird von der Tschechischen Handelsinspektionsbehörde kontrolliert.
4. Lieferbedingungen
Der Kunde muss vor der Bestellung über die Lieferbedingungen informiert werden:
- Versandarten – Post, Kurierdienst, Selbstabholung, Paketshops
- Lieferfristen – übliche Lieferdauer für die einzelnen Versandarten
- Versandkosten – Preise für die einzelnen Versandarten
- Geografische Einschränkungen – wohin geliefert wird (Tschechien, EU, weltweit)
- Übernahmebedingungen – was bei beschädigter Sendung zu tun ist
- Gefahrenübergang – wann die Verantwortung für die Ware auf den Käufer übergeht
5. Widerrufsrecht (14-Tage-Frist)
Das Recht des Verbrauchers, einen im Fernabsatz geschlossenen Vertrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen, gehört zu den wichtigsten Verbraucherrechten. Sie sind verpflichtet, den Kunden ordnungsgemäß darüber zu informieren.
Wesentliche Punkte:
- Der Verbraucher hat das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen zu widerrufen
- Die 14-Tage-Frist beginnt ab dem Tag des Warenempfangs (bei Dienstleistungen ab Vertragsschluss)
- Informieren Sie den Verbraucher nicht über das Widerrufsrecht, verlängert sich die Frist um 1 Jahr
- Der Verbraucher muss die Ware innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf zurücksenden
- Der Verkäufer muss alle erhaltenen Zahlungen innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf erstatten
📋Ablauf des Widerrufsverfahrens
Ausnahmen vom Widerrufsrecht:
Das Gesetz legt Fälle fest, in denen dem Verbraucher kein Widerrufsrecht zusteht. Dazu gehören insbesondere:
- Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt oder auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten wurden
- Leicht verderbliche Waren (Lebensmittel)
- Versiegelte Waren, die nach der Lieferung aus hygienischen Gründen geöffnet wurden
- Audio- oder Videoaufnahmen oder Computerprogramme in versiegelter Verpackung nach dem Öffnen
- Zeitungen, Zeitschriften und Magazine
- Digitale Inhalte auf physischem Datenträger nach dem Öffnen der Verpackung
6. Gewährleistung und Reklamationsordnung
Die Reklamationsordnung ist fester Bestandteil der AGB und muss folgende Punkte umfassen:
- Gesetzliche Rechte des Käufers – Recht auf Nachbesserung, Umtausch, Preisminderung oder Vertragsrücktritt
- Frist zur Geltendmachung von Mängeln – gesetzliche Frist von 24 Monaten ab Erhalt der Ware bei Verbraucherkäufen
- Reklamationsverfahren – wie und wo der Kunde eine Reklamation einreichen kann
- Bearbeitungsfrist – 30 Tage ab Einreichung, sofern nichts anderes vereinbart
- Kosten der Reklamation – der Verbraucher hat Anspruch auf Erstattung zweckdienlich aufgewendeter Kosten
30-Tage-Frist für die Reklamationsbearbeitung
Der Verkäufer ist verpflichtet, die Reklamation spätestens innerhalb von 30 Tagen nach ihrer Einreichung zu bearbeiten, sofern nicht mit dem Verbraucher eine längere Frist vereinbart wurde. Wird die Frist nicht eingehalten, hat der Verbraucher das Recht, vom Vertrag zurückzutreten oder eine angemessene Preisminderung zu verlangen. Die Nichteinhaltung dieser Frist stellt zudem eine Ordnungswidrigkeit dar, für die die Tschechische Handelsinspektionsbehörde ein Bußgeld verhängen kann.
7. Datenschutz (DSGVO / GDPR)
Auch wenn es empfehlenswert ist, ein eigenes Dokument zum Datenschutz (Datenschutzerklärung / Privacy Policy) zu haben, sollten die AGB zumindest grundlegende Informationen enthalten:
- Wer der Verantwortliche für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist
- Welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden
- Rechtsgrundlage der Verarbeitung (Vertragserfüllung, berechtigtes Interesse, Einwilligung)
- Wie lange die Daten gespeichert werden
- Rechte der betroffenen Person (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch)
- Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten (falls vorhanden)
- Link zur vollständigen Datenschutzerklärung
DSGVO / GDPR und Online-Shops
Jeder Online-Shop verarbeitet personenbezogene Daten von Kunden mindestens zur Vertragserfüllung (Name, Adresse, E-Mail, Telefon). Für die Zusendung von Werbemitteilungen (Newsletter) benötigen Sie entweder die Einwilligung des Kunden oder können sich bei Bestandskunden auf ein berechtigtes Interesse stützen – müssen dabei aber eine einfache Abmeldemöglichkeit anbieten. Ausführliche Informationen zu den Pflichten des Verantwortlichen finden Sie auf der Website des Tschechischen Datenschutzamts (ÚOOÚ).
8. Außergerichtliche Streitbeilegung
Seit 2016 sind Online-Shops verpflichtet, Verbraucher über die Möglichkeit der außergerichtlichen Streitbeilegung zu informieren:
- Tschechische Handelsinspektionsbehörde (ČOI) – Stelle für die außergerichtliche Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten
- Link zur ODR-Plattform – bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten innerhalb der EU muss der Online-Shop einen Link zur Online-Streitbeilegungsplattform angeben (ec.europa.eu/consumers/odr)
- Verfahrensablauf – wie der Verbraucher einen Antrag auf außergerichtliche Streitbeilegung stellen kann
Ausführliche Informationen zur außergerichtlichen Streitbeilegung finden Sie auf der Website der Tschechischen Handelsinspektionsbehörde.
9. Weitere Pflichtangaben
Informationen zum Vertragsschluss:
- Wie der Kaufvertrag zustande kommt (Bestellung + Bestätigung)
- In welcher Sprache der Vertrag geschlossen werden kann
- Ob der Vertrag archiviert wird und ob er zugänglich ist
Informationen zu digitalen Inhalten (sofern angeboten):
- Funktionalität digitaler Inhalte einschließlich technischer Schutzmaßnahmen
- Kompatibilität mit Hardware und Software
Registrierkassenpflicht / Fiskalierung (sofern zutreffend):
- Informationen zur Umsatzerfassung gemäß Gesetz Nr. 112/2016 Slg.
Struktur der AGB
Für eine bessere Übersichtlichkeit empfehlen wir, die AGB in klar gegliederte Abschnitte zu unterteilen:
📋Empfohlene Struktur der AGB
Die häufigsten Fehler in Online-Shop-AGB
Auf Basis der Praxis der Tschechischen Handelsinspektionsbehörde und gerichtlicher Entscheidungen lassen sich die häufigsten Fehler identifizieren, die Online-Shops in ihren AGB begehen.
1. Verkürzung der Widerrufsfrist
Manche Online-Shops versuchen, die gesetzliche 14-tägige Widerrufsfrist zu verkürzen oder sie an zusätzliche Anforderungen zu knüpfen (z. B. unbenutzte Ware in Originalverpackung). Das verstößt gegen das Gesetz.
Gesetzliche Verbraucherrechte sind nicht einschränkbar
Von den gesetzlich festgelegten Verbraucherrechten darf nicht zulasten des Verbrauchers abgewichen werden. Jede Klausel in AGB, die gesetzliche Verbraucherrechte verkürzt oder einschränkt, ist unwirksam. Der Verbraucher kann seine Rechte unabhängig davon geltend machen, was in den AGB steht.
2. Fehlendes Widerrufsformular
Das Gesetz verlangt, dass Sie dem Verbraucher ein Muster-Widerrufsformular zur Verfügung stellen. Das Muster ist als Anlage zum Bürgerlichen Gesetzbuch beigefügt.
3. Fehlerhafte Informationen zum Reklamationsverfahren
Häufige Fehler umfassen:
- Fehlende Angaben zur 24-monatigen Gewährleistungsfrist
- Forderung nach Reklamation nur in der Originalverpackung
- Fehlende Reklamationsbestätigung
- Keine Angabe, wohin Reklamationen gerichtet werden sollen
4. Fehlende Informationen zur außergerichtlichen Streitbeilegung
Viele Online-Shops haben noch immer keinen Hinweis auf die ČOI als Stelle für die außergerichtliche Streitbeilegung und keinen Link zur ODR-Plattform in ihren AGB.
5. Unangemessene Vertragsbedingungen
Zu den unzulässigen Klauseln gehören beispielsweise:
- Einseitiges Recht des Verkäufers, den Preis nach Vertragsschluss zu ändern
- Unverhältnismäßig hohe Vertragsstrafen
- Haftungsausschluss für Schäden
- Automatische Vertragsverlängerung ohne ausdrückliche Zustimmung
- Schiedsklauseln in Verbraucherverträgen
6. Unzureichende Informationen zur Datenverarbeitung
Ein bloßer Verweis auf „Datenverarbeitung gemäß DSGVO / GDPR" reicht nicht aus. Es müssen konkrete Angaben dazu gemacht werden, welche Daten warum und wie lange verarbeitet werden.
Sanktionen bei Pflichtverstößen
Fehlerhafte oder unvollständige AGB können schwerwiegende Folgen haben:
📊Übersicht der Sanktionen bei Pflichtverstößen
Informationen zur Kontrolltätigkeit und aktuelle Kontrollberichte veröffentlicht die Tschechische Handelsinspektionsbehörde auf ihrer Website.
Wie man AGB richtig erstellt
Möglichkeiten der Erstellung
- Anwaltskanzlei – die sicherste Variante; ein Anwalt erstellt maßgeschneiderte Bedingungen
- Online-Generatoren – günstiger, decken aber oft nicht alle Besonderheiten Ihres Online-Shops ab
- Vorlagen und Muster – können als Ausgangspunkt dienen, erfordern aber individuelle Anpassung
Empfohlenes Vorgehen
📋Vorgehensweise bei der Erstellung von AGB
Technische Anforderungen an die Darstellung
- Die AGB müssen vor Vertragsschluss (vor dem Absenden der Bestellung) zugänglich sein
- Sie müssen in lesbarer Form und in tschechischer Sprache vorliegen
- Es empfiehlt sich, sie zum Herunterladen und Speichern anzubieten (PDF)
- Der Kunde muss die Möglichkeit haben, sie aktiv zur Kenntnis zu nehmen (nicht nur ein passiver Link)
- Das Kontrollkästchen zur Zustimmung zu den AGB darf nicht vorausgefüllt sein
AGB und B2B-Verkauf
Wenn Ihr Online-Shop auch an Unternehmen (B2B) verkauft, ist es wichtig zu beachten, dass der Verbraucherschutz auf B2B-Verhältnisse keine Anwendung findet. In den AGB sollten Sie klar unterscheiden:
- Welche Bestimmungen für Verbraucher gelten
- Welche Bestimmungen für Unternehmer gelten
- Welche Unterschiede in Rechten und Pflichten bestehen (z. B. gilt das 14-tägige Widerrufsrecht nur für Verbraucher)
Unterscheidung B2C und B2B
Wir empfehlen, in den AGB ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die verbraucherschützenden Bestimmungen (insbesondere das 14-tägige Widerrufsrecht und die gesetzliche Gewährleistung) ausschließlich für Käufer gelten, die Verbraucher im Sinne von § 419 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind. Für Unternehmer können Sie abweichende Regelungen festlegen.
Aktuelle Trends und Änderungen für 2026
Die Omnibus-Richtlinie und ihre Auswirkungen
Die Umsetzung der europäischen Omnibus-Richtlinie hat die Pflicht eingeführt, bei reduzierten Waren den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage anzugeben. Diese Information sollte auch in den AGB erwähnt werden.
Digitale Dienste und Inhalte
Neue Regelungen für Verträge über die Bereitstellung digitaler Inhalte und Dienste erweitern die Verbraucherrechte im digitalen Bereich. Wenn Sie digitale Produkte verkaufen, müssen Sie Ihre AGB entsprechend anpassen.
Nachhaltigkeit und Recht auf Reparatur
Die europäische Gesetzgebung zielt auf eine Stärkung des Verbraucherrechts auf Reparatur von Produkten ab. Verfolgen Sie die Entwicklungen und passen Sie Ihre AGB an neue Anforderungen an.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Benötige ich AGB, wenn ich über soziale Netzwerke verkaufe?
Ja. Wenn Sie Waren im Fernabsatz verkaufen – also auch über soziale Netzwerke, E-Mail oder Telefon –, haben Sie dieselben Informationspflichten wie ein klassischer Online-Shop. Sie müssen dem Verbraucher vor Vertragsschluss alle gesetzlich vorgeschriebenen Informationen bereitstellen.
Wie oft muss ich die AGB aktualisieren?
Sie sollten die AGB bei jeder relevanten Gesetzesänderung und bei Änderungen Ihrer Geschäftsprozesse aktualisieren. Es empfiehlt sich, mindestens einmal jährlich eine Überprüfung auf Aktualität durchzuführen. Jede Version sollte ein Datum des Inkrafttretens tragen.
Darf ich die AGB von Mitbewerbern kopieren?
Auf keinen Fall. Abgesehen davon, dass dies eine Urheberrechtsverletzung darstellt, werden kopierte Bedingungen den Besonderheiten Ihres Online-Shops nicht gerecht. Zudem können sie Fehler enthalten, für die Sie haften.
Reicht ein Link auf die AGB aus, oder muss der Kunde aktiv zustimmen?
Das Gesetz verlangt, dass der Verbraucher die Möglichkeit hat, die AGB vor Vertragsschluss zur Kenntnis zu nehmen. In der Praxis empfiehlt sich eine Kombination: ein zugänglicher Link zum vollständigen Text sowie ein Kontrollkästchen „Ich habe die AGB gelesen und stimme ihnen zu" (darf nicht vorausgefüllt sein).
Was gilt, wenn ich auch ins Ausland verkaufe?
Wenn Sie an Verbraucher in anderen EU-Ländern verkaufen, müssen Sie das Verbraucherrecht des jeweiligen Landes beachten, sofern es für den Verbraucher günstiger ist als das tschechische. Es empfiehlt sich, die AGB mindestens auf Englisch bereitzustellen und die Besonderheiten der Zielmärkte zu berücksichtigen.
Welche Pflichten gelten beim Verkauf über Marktplätze (Allegro, Amazon)?
Auch beim Verkauf über einen Marktplatz sind Sie als Verkäufer verpflichtet, dem Verbraucher alle gesetzlich vorgeschriebenen Informationen bereitzustellen. Der Marktplatz stellt in der Regel Rahmenbedingungen zur Verfügung, aber Sie als Verkäufer sind für Ihre eigenen AGB, die Bearbeitung von Reklamationen und die Erfüllung von Verbraucherrechten verantwortlich.
Muss ich eine Reklamationsordnung als eigenständiges Dokument haben?
Das Gesetz schreibt kein gesonderes Reklamationsdokument vor. Die Informationen zur Gewährleistung und zum Reklamationsverfahren können Bestandteil der AGB sein. Für eine bessere Übersichtlichkeit empfiehlt es sich jedoch, die Reklamationsordnung als eigenständigen Abschnitt oder als separates Dokument zu gestalten.
Müssen die AGB zwingend als PDF vorliegen?
Das ist keine gesetzliche Pflicht, wird aber nachdrücklich empfohlen. Der Verbraucher hat das Recht, die Vertragsbedingungen auf einem dauerhaften Datenträger zu erhalten (E-Mail, PDF). Die AGB als PDF zum Herunterladen bereitzustellen ist der einfachste Weg, dieser Pflicht nachzukommen.
Fazit: AGB sind das Fundament eines erfolgreichen Online-Shops
Gut ausgearbeitete AGB sind nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit, sondern auch ein Aushängeschild Ihres Unternehmens. Transparente und verständliche Bedingungen stärken das Vertrauen der Kunden, beugen Streitigkeiten vor und schützen Sie vor Sanktionen durch Kontrollbehörden.
Vergessen Sie nicht die wesentlichen Punkte:
- Vollständige Identifikation des Verkäufers
- Klare Informationen zu Preisen, Zahlung und Lieferung
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